Samstag, 25. November 2017

Zart aber doch so Willensstark

Zum Muttertag habe ich Mohnsamen erhalten, die auch ausgesät wurden. Etwa sechs Wochen später fing er an zu blühen und wir fuhren in den Urlaub.



Er hat alles überlebt  und er blüht immer noch. Das Foto ist gestern Nachmittag aufgenommen und ich wollte dieses kleine Wunder gerne teilen mit allen, die hier lesen.

Man sagt, wenn der Mohn blüht, dann fängt der Sommer an. Wir stehen nun vier Wochen vor Weihnachten!

Allen ein wundervolles entspanntes Wochenende.

Ingrid

PS: Am 29.6. kamen wir aus dem Urlaub und der Mohn blühte. Heute, am 8. Dezember, hat sie erst ausgeblüht. Ein kleines Naturwunder und unser Löwenmäulchen hat immer noch eine Blüte.

©Ingrid Horn

Samstag, 11. November 2017

Adventskalender

Adventskalender

Der Adventskalender gehörte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, vornehmlich in prostestantischen Haushalten, zum Brauchtum.
Verbreitet waren mehrere Varianten der „Zählung“, z.B. hing man für jeden Tag ein kleines Bildchen an die Wand, bis die 24 voll war oder malte 24 Kreidestriche an die Türe, die das vorfreudige Kind dann nach und nach wegwischen durfte. In katholischen Kreisen legte man bevorzugt jeden Tag einen Strohhalm in die Weihnachtskrippe.

Kalender kamen bereits gedruckt ab 1902 auf den Markt, bei denen die Kinder z.B. Bildchen mit Weihnachtsmotiven ausschneiden und aufkleben durften. Zwanzig Jahre später gab es den bis heute weit verbreiteten Türchenkalender, bei dem man täglich eine Tür öffnen durfte, um das dahinterliegende Motiv zu enthüllen.
Erst in den 1950er Jahren wurde es üblich, die Kalender mit Schokolade etc. zu verkaufen. Heute gibt es sogar Kalender mit Minispielzeug hinter den Türchen zu kaufen oder gar mit Konfekt mit oder ohne alkoholischen Pralinen bestückt.

Bei uns wurde der Dorfkalender oder auch Ortskalender vor vielen Jahren eingeführt, wie es auch bereits in anderen Orten zelebriert wurde. Es wurden also 24 Hausfenster geschmückt. Jeder konnte sich dafür anmelden. Ich war allein und hatte mich auch dafür entschlossen, ein Fenster mit adventlichem Motiv zu gestalten und suchte mir den Barbaratag, also den 4. Dezember, aus. Die Anmeldung war jeweils Anfang eines neuen Jahres und ich hatte also Zeit, mich mit diesem Tag auseinander zu setzen. Der Dezember schien noch so weit weg …

Kurz noch zur Hl. Barbara: Sie ist auch die Schutzpatronin der Bergleute, wird aber auch als legendäre Märtyrerin verehrt. Den Barbarazweig kennen wohl viele. Mehr kann man unter diesem Link erfahren: http://www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/legendare-martyrerin

Es kam, wie es kommen musste: In dem Jahr wollte sich in mir absolut keine Weihnachtsstimmung einstellen. Die ersten Fenster im Ort waren bereits weihnachtlich geschmückt und einige Leute hatten bereits üppige Vorgarten- und Fensterbeleuchtung installiert.

Mit Unbehagen dachte ich an den 4. Dezember, an den Barbaratag. Dabei hatte ich mich lange Monate darauf gefreut.
Ich fühlte eine große Unlust in mir…
Eine Vorstellung hatte ich zwar, wie das Fenster aussehen sollte und auch einen Vortrag vorbereitet, aber letztlich schob ich die Gestaltung des Fensters immer weiter hinaus. Plätzchen mussten auch noch gebacken werden…

Am 30, Nov. war ich mit einem etwa 10jährigen Nachbarsmädchen zum Backen verabredet. Ihre Mama und noch eine Freundin wollten mir helfen beim Ausschenken während der Adventsfensteröffnung.
Noch nichts war bei mir adventlich dekoriert und ich dachte mir, wenn das Mädel kommt, sollte doch wenigstens das Küchenfenster ein wenig weihnachtlich aussehen, um eine entsprechende Atmosphäre zu schaffen. Gedacht, getan.

Gegen 15h trudelte sie bei mir ein. Ich hatte keinen Teig vorbereitet. Erfahrungsgemäß wollen die Kinder in dem Alter alles gerne selber machen. So war ich nur die „Co-Bäckerin“ oder auch Hilfskraft.

Mit Feuereifer ging es vorwärts. Wir sangen dazu, erzählten uns, lachten gemeinsam und ihre kleinen Hände waren flink. Nur beim Kneten habe ich geholfen, weil ihr die Kraft dazu fehlte.
Inzwischen waren etliche Bleche Kekse gebacken. Bei einigen kam Zuckerguss drauf und wurden mit Schokoladenstreusel bestreut. Um 18h sollte ich sie wieder nach Hause bringen. Die Zeit reichte noch zu einem Ubongospiel und wir konnten sogar noch einige Fotos in einem dicken Buch anschauen, die die Erde von oben zeigen.
Es war ein schöner Nachmittag. Abends bei guter Stimmung habe ich meine Adventsdeko fortgesetzt und endlich ist auch der Advent in mein Herz eingezogen.

Nun ging es aber mit Volldampf an die Umsetzung des Adventfensters ... Maße: 112  x  135cm… aus Fotokarton und Transparentpapier. Der Rahmen war am schwierigsten, weil viel gestückelt und auf dem Fußboden gearbeitet werden musste und sich der Rahmen andauernd etwas verschob…
Fast zwei Tage kroch ich auf Knien herum, bis es endlich fertig war, d.h. ich musste ein wenig mogeln. Die Zeit reichte nicht mehr aus, um die Barbara transparent einzupassen und den Turm sowie den Kelch habe ich auch weggelassen. Nun denn…
Das untere Drittel des Bildes bildete den Boden und in Anlehnung an den Barbarazweig wurde er mit Seidenblüten bestückt.
Zu dritt haben wir dann das Bild im Fenster befestigt. Dann wurden die Rolladen runtergelassen bis zum Barbaratag.

Der Barbaratag, 4. November, war da…
Nachmittags schauerte es draussen, und ich glaubte, dass wohl kaum jemand kommen würde. es findet ja nichts in den Räumen statt. Pünktlich hörte dann der Regen auf - Danke, Petrus!
Zu meiner Überraschung hatten sich viele Leute vor dem Fenster draussen eingefunden.

Um 18h wurde der Rolladen hochgezogen und ein „Ah“ und „Oh“ ertönte. Mir plumpste doch ein Stein vom Herzen.

Ich trug meinen Text über die Legende der Hl.Barbara vor und noch ein passendes Gedicht dazu. Liedermappen waren inzwischen schon verteilt worden, so sangen wir dann gemeinsam Adventslieder und ein Nachbarkind mit ihrer kleinen Freundin überraschten uns mit einem Blockflötenspiel.
Glühwein und Kamintee wurden gereicht, dazu gab es Gebäck und Christstollen. Es wurde viel geplauscht! Es war ein wunderschönes Gemeinschaftsgefühl inmitten dieser Menge und ich war sehr glücklich über diese gelungene Dorfkalender-Adventsfensteröffnung. Die Mühe hatte sich gelohnt und mein aufrichtiger Dank ging an alle meine Helfer. Ohne sie wäre es bestimmt nicht so schön geworden.
  
Alles fand im Jahre 2012 statt. Heute schreiben wir Nov. 2017 und ich denke gern zurück


 ©Ingrid Horn

Sonntag, 1. Oktober 2017

Erntedank 2017

Allen Lesern und Besuchern hier wünsche ich einen wunderschönen Erntedank-Sonntag.




   © Ingrid Horn

Sonntag, 24. September 2017

Mal etwas Positives . . .

Wir schreiben den 24. September 2017. Es ist eine sehr turbulente Zeit in der Weltgeschichte. Heute sind Wahlen in der Bundesrepublik und mancher sieht mit Unbehagen die Afd an Boden gewinnen.
Nordkorea und die USA liegen (noch) im verbalen, kalten Krieg und man kann nur hoffen, dass alles für die Menschen gut ausgeht.
Diktatoren geißeln viele Menschen. Macht und Gier bestimmen in weiten Teilen die Weltgeschicke. Die Katalanen in Spanien kämpfen für ihre Unabhängigkeit, die Kurden in Vorderasien ebenfalls. Der IS terrorisiert in weiten Teilen Vordersasiens und Europa, Syrien und Afghanistan sind zerbombt und kommen nicht zur Ruhe.
Nicht zu vergessen, was heutzutage in der Türkei passiert.
Global gesehen reiht sich ein Exodus an den anderen und auch in Südamerika gibt es viele Unruhen.
Hinzu kommen die katastrophalen Unwetterkatastrophen, die vielen Überschwemmungen, Erdbeben, Dürren nicht nur in Afrika und ein Hurrikan jagt den anderen und sehr viele Menschen verlieren ihre Existenzen und andere gar ihr Leben.

Aus diesem Grunde möchte ich heute hier einmal ein positives Pondon setzen, um Kraft zu schöpfen und uns nicht blind machen lassen für die Schönheiten der Natur, die uns anvertraut ist. Viele kleine Wunder vollbringt sie immer wieder, spendet uns Seelennahrung und trägt zum bewussten Umgang mit unserer Mutter Erde bei.
Hier sind ein paar Fotos, die vielleicht erfreuen. Der Herbst ist nunmehr da, der goldene Oktober kündigt sich bereits an - gehen wir schauen, hören in die Stille und seien wir dankbar dafür, in diesen Breiten leben zu dürfen.




Wolkenbilder

Ein Nektarsammler


Wildblumen


Pilze - der Herbst ist da


Heideimpressionen



Regenbogen im Sept.2017


Dies sind einige wenige festgehaltene glückliche Momente.

©Ingrid Horn

Samstag, 19. August 2017

Das Gänseblümchen


Strahlend weisser Blütenkranz
zwischen sattem grünen Gras
und wenn er weg geschnitten wird
wächst schnell die Blüte nach.

Dies Pflänzchen zart und fein
bringt Freude in den Tag hinein
wenn auch von kleinem Wuchs
wirkt’s wie ein lieber Gruß

Trotz Wind und Wetter allezeit
hat’s eine lange Blütezeit
bei manchem Kind ist es beliebt
windet drauß ‘nen Kranz geschwindt

Junge Mädchen heimlich zupfen
die Blütenblätter einzeln aus
orakeln dann: er liebt mich oder nicht
was sagt das letzte Blättchen aus?

Das Gänseblümchen lehrt uns auch
in all seiner Bescheidenheit
im Leben niemals aufzugeben
dabei auf eig’ne Kraft vertrau’n.


© ieh

Donnerstag, 27. Juli 2017

Zum Zeitgeschehen

Turbulenzen in fast jeder Form bestimmen zur Zeit das globale Leben bis hinein in das Dasein vieler Menschen.

Der Populismus hat Hochkonjunktur und es ist nicht immer leicht, die „fakes“ als solche zu entlarven. Wie viel Unheil, Emotionen und Unsicherheit bis hin zum Mobbing können sie verursachen.
Aus diesem „Dschungel“ von Nachrichten - den überzogenen (um nicht zu schreiben, die aufreisserischen) sowie die „Enten“ - muss man die wahren und sachlichen herausfiltern.

Der Flüchtlingsexodus aus aller Welt nach Europa und insbesondere nach Deutschland ist ein weiteres Problem, welches mich beschäftigt. Natürlich sollte und muss man Menschen in Not helfen - das ist hier nicht die Frage.
Nur, wie steht es mit den vielen alten und jungen Wirtschaftsflüchtlingen, vorwiegend aus Afrika? In Europa herrscht Uneinigkeit der Bündnisländer über die Aufnahme der Flüchtlinge.
Fragen über Fragen!

Diese Asylsuchenden haben auch ihre Bedürfnisse. Dies wird weitgehend verdrängt. Es gab Verabredungen von Männern aus verschiedenen Regionen zu einem Treffpunkt (anmerk. Köln und andere Orte) wogegen nichts zu sagen wäre, so lange sie sich wie Gäste in unserem Land zu benehmen wüssten. Wir sind Gastgeber und kein Freiwild. Viele dieser Menschen setzen Respekt voraus, selber lassen sie den aber vermissen. Man sollte sie umgehend und ohne viel Palaver ausweisen können. Natürlich -  nicht alle sind so. Es gibt wunderbare Beispiele der Integration..
Nur leider setzt sich das Negativum immer mehr durch.

Mein Fazit lautet ganz schlicht: Ausgewogenheit im Alltag zu halten und - soweit es mir möglich ist - dort zu helfen, wo es mir angebracht erscheint.


© Ingrid Horn


Freitag, 30. Juni 2017

GLÜCK

Einst umgab mich ein Korsett
verbot mir Gefühle und Gedanken
verwies mich in die Schranken
fand dies als gar nicht nett

Liebe sprengte die Ketten
im späten Alter noch
Sehnsucht unermessen
erfüllte sich dennoch

Hab meine Tür geöffnet
und ließ das Glück hinein
bin nun damit beschäftigt
dem Glücke hold zu sein

cc. Ingrid Horn