Sonntag, 1. April 2018

Ostern 2018

Ich habe meine Gedanken schon einmal 2014 geschrieben. Genau so akut empfinde ich immer noch meine Gedanken auch zur jetzigen Weltlage. Sie geben die Hoffnung nicht auf, auf ein MEHR an Frieden in der Welt.

Hier sind sie, meine damaligen und auch heutigen Gedanken:





Auferstehung“ mitten im eigenen Leben, im eigenen Dasein. Wenn man sich ganz „unten“ fühlt und dann alles versucht sich wieder selbst zu finden, um weiter seinen Weg gehen zu können, ist das nicht auch eine Art der Auferstehung?

Glaube ist ein Sponsor, der Kraft sowie Zuversicht schenkt, aber gleichzeitig die Hoffnung nicht versiegen lässt. Die Hoffnung, trotz aller Schwierigkeiten der Seele, aus dem persönlichen Ungleichgewicht heraus zu finden.

Ich wünsche allen ein fröhliches Osterfest im Kreise von lieben Menschen.

Ingrid



Samstag, 3. März 2018

Heutzutage




Bomben und Raketen
bestimmen ihre Leben
wünschen sich nur Frieden
hier hernieden

Korruption und Machtgier
ist kein Lebenselexier
ausgetragen auf dem Rücken
braver Bürger

Kinder brauchen Liebe
und Geborgenheit
um sie später zu
verschenken

Alles was sie heut erfahren
in ihren Prägungsjahren
ist das Fundament der
Zukunft

Wo Hirse und Getreide
für Menschen nötig sind
doch der Tod grassiert
aber der Export floriert

Wenn andere diese Güter importieren
um Profit zu maximieren
statt es dort zu belassen
bei den hungernden Menschenmassen

Die Welthungerhilfe ist gefragt
ist ihre Hilfe hier angesagt?
Helft mir zu entscheiden
Ich sehe nur das Leiden

©by Ingrid Horn





Dienstag, 16. Januar 2018

Schlaflosigkeit


Vorgestern Nacht hatte ich einen wunderschönen Traum



Gestern war ich meinen Tagträumen erlegen
Letzte Nacht habe ich wunderbar tief geschlafen mit nur 2 kurzen Pausen und zwar bis 8.45h heute Morgen.

Auslöser nach einer Selbstdiagnose: eine kleine Nachricht von jemandem, von einem mir sehr lieben Menschen. Er sagte drei Worte: Alles ist gut!!!


© Ingrid Horn

Montag, 15. Januar 2018

Beschenkt




Beschenkt ist der, 
der die Lieder und Weisen
des Frühlings genießt 
und nicht der,
der sich in Widrigkeiten
des Alltags verliert.

Beschenkt ist der,
der andächtig schaut
und lauscht 
und nicht der,
dem nur der tägliche Lärm
in den Ohren rauscht. 

Beschenkt ist der,
welcher Liebe
in seinem Herzen spürt
und nicht der,
der voller Hast
oder mit Groll sein Leben führt.

Beschenkt ist der,
der Dankbarkeit
empfinden kann
und nicht der,
der fragt: wann sind
all’ meine Wünsche erfüllt.

Beschenkt ist der,
der aus Liebe gibt,
denn sie kommt
zu ihm zurück. 


© Ingrid Horn

Samstag, 23. Dezember 2017

Nur noch wenige Tage …

Noch einen Tag und Heilig Abend ist da. Bisher habe ich jedes Jahr etwas zu diesen Tagen  geschrieben. Das war mir dieses Mal nicht möglich, aber es reicht immer noch dafür, allen meinen Lesern



gesegnete Weihnachten und ein gesundes Neue Jahr 2018


zu wünschen.

Ingrid Horn


Samstag, 25. November 2017

Zart aber doch so Willensstark

Zum Muttertag habe ich Mohnsamen erhalten, die auch ausgesät wurden. Etwa sechs Wochen später fing er an zu blühen und wir fuhren in den Urlaub.



Er hat alles überlebt  und er blüht immer noch. Das Foto ist gestern Nachmittag aufgenommen und ich wollte dieses kleine Wunder gerne teilen mit allen, die hier lesen.

Man sagt, wenn der Mohn blüht, dann fängt der Sommer an. Wir stehen nun vier Wochen vor Weihnachten!

Allen ein wundervolles entspanntes Wochenende.

Ingrid

PS: Am 29.6. kamen wir aus dem Urlaub und der Mohn blühte. Heute, am 8. Dezember, hat sie erst ausgeblüht. Ein kleines Naturwunder und unser Löwenmäulchen hat immer noch eine Blüte.

©Ingrid Horn

Samstag, 11. November 2017

Adventskalender

Adventskalender

Der Adventskalender gehörte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, vornehmlich in prostestantischen Haushalten, zum Brauchtum.
Verbreitet waren mehrere Varianten der „Zählung“, z.B. hing man für jeden Tag ein kleines Bildchen an die Wand, bis die 24 voll war oder malte 24 Kreidestriche an die Türe, die das vorfreudige Kind dann nach und nach wegwischen durfte. In katholischen Kreisen legte man bevorzugt jeden Tag einen Strohhalm in die Weihnachtskrippe.

Kalender kamen bereits gedruckt ab 1902 auf den Markt, bei denen die Kinder z.B. Bildchen mit Weihnachtsmotiven ausschneiden und aufkleben durften. Zwanzig Jahre später gab es den bis heute weit verbreiteten Türchenkalender, bei dem man täglich eine Tür öffnen durfte, um das dahinterliegende Motiv zu enthüllen.
Erst in den 1950er Jahren wurde es üblich, die Kalender mit Schokolade etc. zu verkaufen. Heute gibt es sogar Kalender mit Minispielzeug hinter den Türchen zu kaufen oder gar mit Konfekt mit oder ohne alkoholischen Pralinen bestückt.

Bei uns wurde der Dorfkalender oder auch Ortskalender vor vielen Jahren eingeführt, wie es auch bereits in anderen Orten zelebriert wurde. Es wurden also 24 Hausfenster geschmückt. Jeder konnte sich dafür anmelden. Ich war allein und hatte mich auch dafür entschlossen, ein Fenster mit adventlichem Motiv zu gestalten und suchte mir den Barbaratag, also den 4. Dezember, aus. Die Anmeldung war jeweils Anfang eines neuen Jahres und ich hatte also Zeit, mich mit diesem Tag auseinander zu setzen. Der Dezember schien noch so weit weg …

Kurz noch zur Hl. Barbara: Sie ist auch die Schutzpatronin der Bergleute, wird aber auch als legendäre Märtyrerin verehrt. Den Barbarazweig kennen wohl viele. Mehr kann man unter diesem Link erfahren: http://www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/legendare-martyrerin

Es kam, wie es kommen musste: In dem Jahr wollte sich in mir absolut keine Weihnachtsstimmung einstellen. Die ersten Fenster im Ort waren bereits weihnachtlich geschmückt und einige Leute hatten bereits üppige Vorgarten- und Fensterbeleuchtung installiert.

Mit Unbehagen dachte ich an den 4. Dezember, an den Barbaratag. Dabei hatte ich mich lange Monate darauf gefreut.
Ich fühlte eine große Unlust in mir…
Eine Vorstellung hatte ich zwar, wie das Fenster aussehen sollte und auch einen Vortrag vorbereitet, aber letztlich schob ich die Gestaltung des Fensters immer weiter hinaus. Plätzchen mussten auch noch gebacken werden…

Am 30, Nov. war ich mit einem etwa 10jährigen Nachbarsmädchen zum Backen verabredet. Ihre Mama und noch eine Freundin wollten mir helfen beim Ausschenken während der Adventsfensteröffnung.
Noch nichts war bei mir adventlich dekoriert und ich dachte mir, wenn das Mädel kommt, sollte doch wenigstens das Küchenfenster ein wenig weihnachtlich aussehen, um eine entsprechende Atmosphäre zu schaffen. Gedacht, getan.

Gegen 15h trudelte sie bei mir ein. Ich hatte keinen Teig vorbereitet. Erfahrungsgemäß wollen die Kinder in dem Alter alles gerne selber machen. So war ich nur die „Co-Bäckerin“ oder auch Hilfskraft.

Mit Feuereifer ging es vorwärts. Wir sangen dazu, erzählten uns, lachten gemeinsam und ihre kleinen Hände waren flink. Nur beim Kneten habe ich geholfen, weil ihr die Kraft dazu fehlte.
Inzwischen waren etliche Bleche Kekse gebacken. Bei einigen kam Zuckerguss drauf und wurden mit Schokoladenstreusel bestreut. Um 18h sollte ich sie wieder nach Hause bringen. Die Zeit reichte noch zu einem Ubongospiel und wir konnten sogar noch einige Fotos in einem dicken Buch anschauen, die die Erde von oben zeigen.
Es war ein schöner Nachmittag. Abends bei guter Stimmung habe ich meine Adventsdeko fortgesetzt und endlich ist auch der Advent in mein Herz eingezogen.

Nun ging es aber mit Volldampf an die Umsetzung des Adventfensters ... Maße: 112  x  135cm… aus Fotokarton und Transparentpapier. Der Rahmen war am schwierigsten, weil viel gestückelt und auf dem Fußboden gearbeitet werden musste und sich der Rahmen andauernd etwas verschob…
Fast zwei Tage kroch ich auf Knien herum, bis es endlich fertig war, d.h. ich musste ein wenig mogeln. Die Zeit reichte nicht mehr aus, um die Barbara transparent einzupassen und den Turm sowie den Kelch habe ich auch weggelassen. Nun denn…
Das untere Drittel des Bildes bildete den Boden und in Anlehnung an den Barbarazweig wurde er mit Seidenblüten bestückt.
Zu dritt haben wir dann das Bild im Fenster befestigt. Dann wurden die Rolladen runtergelassen bis zum Barbaratag.

Der Barbaratag, 4. November, war da…
Nachmittags schauerte es draussen, und ich glaubte, dass wohl kaum jemand kommen würde. es findet ja nichts in den Räumen statt. Pünktlich hörte dann der Regen auf - Danke, Petrus!
Zu meiner Überraschung hatten sich viele Leute vor dem Fenster draussen eingefunden.

Um 18h wurde der Rolladen hochgezogen und ein „Ah“ und „Oh“ ertönte. Mir plumpste doch ein Stein vom Herzen.

Ich trug meinen Text über die Legende der Hl.Barbara vor und noch ein passendes Gedicht dazu. Liedermappen waren inzwischen schon verteilt worden, so sangen wir dann gemeinsam Adventslieder und ein Nachbarkind mit ihrer kleinen Freundin überraschten uns mit einem Blockflötenspiel.
Glühwein und Kamintee wurden gereicht, dazu gab es Gebäck und Christstollen. Es wurde viel geplauscht! Es war ein wunderschönes Gemeinschaftsgefühl inmitten dieser Menge und ich war sehr glücklich über diese gelungene Dorfkalender-Adventsfensteröffnung. Die Mühe hatte sich gelohnt und mein aufrichtiger Dank ging an alle meine Helfer. Ohne sie wäre es bestimmt nicht so schön geworden.
  
Alles fand im Jahre 2012 statt. Heute schreiben wir Nov. 2017 und ich denke gern zurück


 ©Ingrid Horn